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JENSEITS DES ATELIERS.
Visual Profiling als Ausweitung traditioneller künstlerischer Handlungsfelder.
Immer wieder ist - in Galerien, Museen, Kunstvereinen oder auf Messen - die Feststellung oder die bloße Behauptung zu hören, es handele sich bei den gezeigten Werken um unterscheidbare künstlerische Positionen, um den Ausdruck einer künstlerischen Haltung. Aber was heißt künstlerische Haltung? Und wenn Kunst, wie immer wieder gesagt ist, tatsächlich etwas mit Haltung zu tun hat, kann sie dann auf die Arbeit im Atelier beschränkt sein?

Wenn künstlerische Tätigkeit nicht auf die Arbeit im Atelier beschränkt ist (oder sein soll), und also jenseits des Ateliers ein Tätigkeitsfeld findet (oder finden soll), dann bedarf es dazu einer entsprechenden Haltung. Denn diese Tätigkeit ist nicht mehr an einen bestimmten Arbeitsort gebunden  und auch nicht an bestimmte  Werkzeuge oder Techniken wie z.b. den Malerpinsel  und das Zeichnen. Sie muss einen anderen Anhalt finden, eine Haltung, die eine künstlerische zu nennen sich (mir als Künstler) von selbst anbietet.

Künstlerinnen und Künstler wären, wenn dem so ist, nicht nur fleißige Pollensammler, die auf den Lebensfeldern einsammeln, was sie im Bienenstock ihres Ateliers zu Honig verarbeiten. Im Feld selbst tätig, sind Atelier und die dortigen Handwerkzeuge nur bedingt hilfreich oder nötig. Was aber dann?
 
Autobahnpolizei Offenburg
Richard Schindler: Schuh (Modell: Seidenpapier)